Gedanken einmal ganz anders....
Angeregt durch eine Rückmeldung "es ist alles so gut durchgeplant, dass man gar nicht mehr miteinander reden muss " hier ein paar Gedanken zum Thema Unternehmensentwicklung und Frei-Tanz.
Letztlich ist das auch der Frei-Tanz, eine Art Unternehmen, das sich entwickelt und das in relativ kurzer Zeit noch dazu zu beachtlicher Größe. Viel Energie ist immer wieder nötig, um das zu realisieren. So gab es auch hier die für Unternehmensentwicklung typische Veränderungen. Anfangs war es ein fast familiäres, Freundschaften schaffendes Miteinander. Die Beteiligten hatten etwas sehr verwobenes, eben beinahe familiäres, man machte gemeinsame "Betriebsausflüge" entsprach sich in den Werten und Vorstellungen und achtete auch darauf. Es bestand eine enge Verbindung untereinander und auch die Gäste waren fast allen bekannt. Schon allein dadurch "richtete" man sich gegenseitig sehr auf die Wünsche und Bedürfnisse aus. Wie sich das Familienleben rund um die Individuen und dem was sie an Stärken, Schwächen und Eigenarten ausmacht, formiert, entsteht auch ein Unternehmen in dieser Phase rund um die handelnden Personen und von diesen wird es auch getragen. Jeder hat seine klare Rolle, es gibt feste Strukturen, Arbeitsweisen und Umgangsformen.
Nun hatte Frei-Tanz von Beginn an eine Besonderheit. Alle Helfer unterstützen das Projekt ehrenamtlich. Es gab einen immer wachsenden Stamm der aktiven Unterstützer, aber das hatte zur Folge, dass die beteiligten Personen von Abend zu Abend stark variierten. Einige waren näher an dem Projekt und dem Gründerpaar als andere, aber auch das war dem Wechsel unterlegen. Wissen musste so immer wieder neu aufgebaut werden und wenn das eine Mal an dem X nicht da war etwas neu eingeführt oder entschieden wurde, wusste er beim nächsten Mal nichts davon, was im Zweifelsfall dazu führte, dass er alles so machte, wie er es kannte, als er das letzte Mal da war. Das zeigte sich dann ganz praktisch in solchen Stilblüten der Arbeit, dass einer die Tische raus stellte und der andere sie wieder einklappte und rein stellte......Nun ja.
Dies beschleunigte auch eigentlich nur eine der typischen Schwellen oder "Krisen", der Entwicklung des Frei-Tanz "Unternehmens". Es brauchte eine andere Art in der sich die Abläufe und Strukturen gestalteten. Durch das Wachstum war klar: es geht nicht mehr so in diesen personenbezogenen Abläufe und Strukturen. Es braucht eine Beschreibung, die alle in etwa gleichermaßen in die Lage versetzt die Tätigkeiten auszuführen. Es wurde ebenfalls damit experimentiert, die Verantwortungen ein Stück zu verteilen. Alles mit den natürlichen Grenzen, die in der ehrenamtlichen Tätigkeit liegen. Nicht, dass der Frei-Tanz ein arbeitsteiliges Räderwerk würde, aber die Notwendigkeit, dass Dinge, die getan werden müssen auch unabhängig von bestimmten Personen ineinanderlaufen, steht ungeschrieben im Raum und erklärt vielleicht oben genannte Rückmeldung.
Die Stufen der Unternehmensentwicklung, auf die ich mich beziehe, stammen von F. Glasl und sind mit dieser Phase noch nicht abgeschlossen. Es folgen noch zwei weitere, mal sehen, was dies für den Frei-Tanz bedeuten mag.
Diese in erlebten Erfahrungen so zu strukturieren, wie ich es sonst in der professionellen Beratung meiner Kunden tue, finde ich wiederum sehr spannend. Der Unterschied liegt dabei in meiner eigenen (teils hohen) emotionalen Beteiligung. Sicherlich eine Erfahrung, die ich mit hinaus in meine Beratungstätigkeit nehmen kann.
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Hallo Ihr,
vielen Dank für den wunderschönen Tanzabend !!!
Und ein großes Lob an Euch und Euer Team und an die DJ´s ...
die Musik war spitze!!!!
Liebe Grüße
geschrieben von Anette — 29 Okt 2006, 13:34