Frei-Tanz-Wiesbaden

Frei-Tanz-Wiesbaden.de ab März 2009 im Kulturforum

— geschrieben von kmix @ 23:26

Die meisten wissen es schon: im Roncalli-Haus gibt es keinen Platz mehr für unsere Frei-Tanz-Initiative. Das neue Raumnutzungskonzept sieht keine Freizeit- und keine Abendveranstaltungen mehr vor. Mit Glück gibt es vielleicht bei besonderen Anlässen eine Ausnahme.

Seitdem dies klar ist, gibt es auch viele Spekulationen über unseren Umzug nach Mainz. Unsere erste Präferenz ist das nicht, aber doch ein Vorschlag den wir recht häufig gehört  haben und es gibt mehrere Raumangebote Wir hatten auf unserer Internetseite www.wiesbaden-tanzt-frei-tanz.de dazu auch eine Umfrage.  Zu unserem Erstaunen fanden zwischen 45 und 55% die Mainz-Option sehr gut. Die Beteiligung insgesamt lag dabei  in der Größenordnung unseres Adress-Verteilers. Nach externen Manipulationsversuchen haben wir die Umfrage vom Netz genommen.
Passend zum Votum gibt es auch ein Raumangebot, das gut zu unseren Anforderungen passt und auf dass wir zurückgreifen werden, wenn es die Umstände erfordern sollten.

Wir wollen eigentlich in Wiesbaden bleiben  und haben einen Vertrag, der durchaus mit Herausforderungen verbunden ist,  für das Wiesbadener Kulturforum in der Friedrichstr. 16 unterschrieben.  Die Entfernung zum alten Ort sind gerade mal 150 m, eine Umzugshürde, die wir sicherlich leicht überwinden und mit  altem und neuem  Schwung kann es dann  im Kulturforum weitergehen und es spricht einiges dafür, dass Frei-Tanz im Kulturforum genauso schnell Institution wird wie seinerzeit Frei-Tanz im Roncalli-Haus und auch die materielle Seite sich vertretbar entwickelt.

Frei-Tanz-Wiesbaden im Kulturforum Friedrichstr. 16  am 28. März  19:30 Uhr

Mit dem Umzug verbunden wird Medi-tra-ja-et  www.TANZ-DICH-SELBST.de  eine eigenständige Veranstaltung.

Medi-tra-ja-et  TANZ-DICH-SELBST   am 27. März 19:30 im Ketteler-Haus Breslauer Str. 1 in Wiesbaden Biebrich. 



 

 

Die Liebe

— geschrieben von isatra @ 05:00

Gedanken in der Vorbereitung auf das Sehnsucht nach dem Paar-Sein Seminar am Wochenende

Ich lese mal wieder im Riemann. Die vier Grundängste. Wieder mal Muster: Nähe und Distanz, Wechsel und Dauer. Die Natur der Psyche hat so angelegt, dass sich die Gegensatztypen anziehen. Eigentlich nicht schlecht, ist ja an sich eine praktische Ergänzung.

Nur: der eine lebt die Angst des Anderen. Darin liegt sowohl die Anziehung, als auch die Gefahr. Man ist fasziniert durch Möglichkeit, die der andere hat und gleichzeitig bringt der andere einen mit seiner Art auch an den Rand…der eigenen verdrängten Angst. Nicht mehr so praktisch. Die wehrt man ja ab durch die Art in der man sich strukturiert hat.

In dem Empfehlungen am Ende: den anderen mit seinen Bedürfnissen wahrnehmen, darin liegt die Erweiterung des eigenen Seins, der eigenen Muster. Die Möglichkeit der Annäherung an die eigene Angst und das Erleben und die Auflösung durch die und in der Liebe.

Schaun wir mal, wie sich das Tanzen lässt. Der Tanz des Lebens!


Alte Muster, neue Muster und die Leere des Buddhismus

— geschrieben von isatra @ 03:25

Gespräche über die Leere im Buddhismus und die Musik beim Frei-Tanz. Beides findet zu später Stunde in meinem Kopf zusammen.

Muster erkennen und bei Bedarf zu verändern und zu erweitern, das gehört mit zu den Grundlagen meiner Arbeit. In den Zeiten der hirnphysiologischen Forschung, des MRT und CT noch mal von besonderer Bedeutung. Unsere Verhaltensmuster prägen unsere Hirnstrukturen, ganz materiell.

Muster sind notwendig. Auch wenn man es manchmal nicht zu spüren scheint: wir leben in einer Welt der Fülle. Das kann kein Mensch verarbeiten. Deshalb entwickeln wir Muster, die alles was auf uns einströmt bündeln und uns schnellere Reaktionen ermöglichen. Eigentlich ganz praktisch, wenn da nicht manchmal eine gewisse Starre einträte: wir kommen aus unseren Mustern nicht mehr raus. „Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht“ Wie der Volksmund so was zu übersetzen pflegt.

Nun zum Buddhismus: in ihm gibt es den Begriff der Leere. Die Leere, die allem inne ist . Verstanden habe ich damals, dass wir es sind, die allem eine Bedeutung (welche auch immer) geben. An sich ist alles leer, so auch wir.... eigentlich unvorstellbar und nur in tiefer Entspannung und Entrückung von meinem Selbst auch nur annähernd spürbar in seiner Aussage. Näher kommt es mir heute manchmal im Kontakt mit dem Thema Vergänglichkeit und den Entwicklungen bei meiner Mutter. Aber das ist ein anderer Zweig.

Wenn wir es sind, die allem die Bedeutung geben und wenn unsere Muster zwar von fundamentaler Bedeutung bei der Bewältigung der Informationsflut sind, uns aber manchmal ebenso im Wege stehen…wie ist e s dann mit all dem, was uns stört, nicht gefällt, missbehagt……in eigene schlechte Gefühle bringt, für die wir dann natürlich auch nicht selbst verantwortlich sind ; )

Fundamentalistisch könnte man sagen: wir geben allem diesem selbst die Bedeutung. Warum eigentlich? Sucht nach schlechten Gefühlen und Erfahrungen, wie es in Bleep heißt? Wie auch immer. Eigentlich eine Chance, auch bei der mal „schlechten“ Musik einfach weiter zu tanzen und vielleicht zu erfahren...ja, das muss dann jeder selbst sehen…..

Vielleicht ein neuer Ansatz für eine weitere Veranstaltung? Vielleicht auch einfach zu spät um jetzt noch weiter zu schreiben.

Noch etwas zur Leerheit. (Zitiert von einem weisen Freund, dazu bin ich noch nicht zu müde) „ ich habe mal gehört das damit das Leer sein von inhärenter Existenz (aus sich selbst heraus entstehend) gemeint sei. Dieses gibt es im ganzen Universum nicht. Denn dann könnte es sich ja nicht mehr verändern. (sic!)

Alles aber ändert sich laufend. und bewirkt auch die Veränderung bei

anderen. (Ursache und Wirkung oder ganz einfach Karma.

Die Vision......

— geschrieben von isatra @ 09:33

..... der ganzheitliche Mensch. Oft beschworen, manchmal Phrase...

Den Dialog herstellen: mit dem Atem, dem Körpergewicht, der Schwerkraft, den Richtungen -fast hätte ich gesagt: des Lebens-

--> vor, --->zurück, -->links, --> rechts,

--> oben/rauf, --> unten/runter

Bewegungen finden, die aus der Kontrolle sind, Bewegungen finden, die die verbindung herstellen zwischen Kopf und Körper.

Bewegungen der Emotionen, Bewegungen der Gedanken, Bewegungen des Körpers, Bewegungen der Seele.

Raum schaffen für diese Bewegungsexperimente, die Erfahrungen, die man/frau hieraus in Leben nimmt und noch Vieles mehr.

Das ist die Vision. Ich bin gespannt auf den Samstag und das medi tra ja et. Dort ist für mich zumindest auch dafür Raum.


Medi Tra Ja Et 18.11. Wie es dazu kam und die Spannung davor…..

— geschrieben von isatra @ 22:14

Ursprünglich starteten wir mit dem Frei-Tanz aus einer sehr speziellen Tanz-Vision heraus. Frei Tanz, der sich entfaltet, wie das Sein, im Kontakt und allein……

Die Realität war oft anders. Auch nicht schlecht oder verkehrt, aber halt anders. Ich selbst bin nun nicht eben die rein besinnliche Tänzerin. Oft wurde ich schon „verschrienen“ als diejenige, die bei jedem Techno-Stück auf die Tanzfläche eilt….wobei, ist GUEM wirklich Techno????? Aber der "Seelentanz" fehlte mir oft.

Nun ja, es blieb eine Art Sehnsucht in mir/uns. Erfüllung gefunden hat sie in dem Medi-Tra-Ja-Et Konzept. Eine Wortschöpfung übrigens einer lieben Besucherin, danke Dir Mirijana. Meditativ, Trance, Jazz und Ethno finden sich als bestimmende (nicht alleinige) Musikstile in dem Rondell. Als wir den ersten Abend am 1.7.2006 damit starteten, waren wir ganz schön aufgeregt….ein Mantra bildete den Beginn und das gleich über mehrere Minuten und in Wiederholung. Es war ein Erfolg und auch die Erfüllung unserer Sehnsucht.

An diesem Abend saß ich glücklich, mit dem guten Gefühl auf dem Sofa, dass der Frei-Tanz nun rund geworden ist.

Mit dem Medi-Tra-Ja-Et ist sozusagen der „andere Pol“ entstanden. Musik, die auch sicherlich nicht nur besinnlich ist, ganz zu schweigen von rein esoterisch! Dafür aber Tänze, die sich sehr aus dem Inneren entwickeln. Schön anzusehen und für manch einen eine völlig neue Tanzerfahrung, die er/sie nicht missen will. Auch Kontakt findet sich hier noch mal ganz anders. Er findet auf der Ebene der Bewegungen statt, was es nicht minder spannend macht, lässt es in den Hintergrund treten, mit wem man grade tanzt.

Ich bin gespannt, wie er ankommt, der Medi Tra Ja Et Tanz am 18.11., so ganz ohne Frei-Tanz im großen Raum. Hoffentlich werden wir nicht zu lange Warteschlangen haben.


back to the future

— geschrieben von isatra @ 22:08

Lag es nun daran, dass ich den Tag vorher mit Jugendlichen am Thema Zukunft gearbeitet hatte und voller Respekt und Achtung den zusammenfassenden Ausführungen lauschte, die da hießen: "wir wissen, dass wir (euch) Alten versoregn werden müssen, selber arbeiten und eine Familie gründen wollen und für unser Alter selber vorsorgen müssen. Das schaffen wir. Was wir nicht schaffen ist, den heute gängigen Ansprüchen zu genügen. Das heißt konkret: was wir von den "Alten" brauchen ist, dass diese ihre Ansprüche reduzieren." Das fand ich schon beeindruckend. So hat jede Generation ihre Themen, ihre Aufgabe und nimmt sie (mehr oder weniger) an.

Oder lag es daran, dass ich auf viele "Alte" Mitstreiter aus früheren Wiesbadener Zeiten gestosssen bin? Einige, mit denen gemeinsam es schon einige Projekte im kultur / politischen Bereich gab. Die "anderen Maifestspiele" kamen mir in den Sinn. Jeden Sonntag die Treffen bei Manfred in der Courage. Die Veranstaltung, nicht ganz so gut besucht, wie heute der Frei-Tanz, von der Atmosphäre und dem Engagement dennoch vergleichbar.

Damals ein Projekt der "Jungen" heute das der schön "Alten". Vielleicht etwas zum Anknüpfen, weiterspinnen, wachsen lassen in ein gemeinsames Zukunftsmodell Alt und Jung?


Der Mühe Lohn....

— geschrieben von isatra @ 09:42

.... diesmal ging alles leicht, jedenfalls für mich und wenn man bei einem 20 Stunden Tag davon wirklich sprechen kann.

Viele spontane Hilfsangebote auf die letzte Mail und einige neue Helfer, die leicht in das Bestehende fanden und viele bewährte Unterstützer, die dies ermöglichten. Vielen Dank!!!!!

Aber es war wirklich eine besonders schöne Atmosphäre, immer etwas Zeit für schöne Gespräche und einige wilde und besinnliche Tänze.

Nun beginnt die Woche in aller Normalität?! und ich nehme das Glück der Frei-Tanzes mit in mein Tun.


Gedanken einmal ganz anders....

— geschrieben von isatra @ 23:23
Angeregt durch eine Rückmeldung "es ist alles so gut durchgeplant, dass man gar nicht mehr miteinander reden muss " hier ein paar Gedanken zum Thema Unternehmensentwicklung und Frei-Tanz.
Letztlich ist das auch der Frei-Tanz, eine Art Unternehmen, das sich entwickelt und das in relativ kurzer Zeit noch dazu zu beachtlicher Größe. Viel Energie ist immer wieder nötig, um das zu realisieren. So gab es auch hier die für Unternehmensentwicklung typische Veränderungen. Anfangs war es ein fast familiäres, Freundschaften schaffendes Miteinander. Die Beteiligten hatten etwas sehr verwobenes, eben beinahe familiäres, man machte gemeinsame "Betriebsausflüge" entsprach sich in den Werten und Vorstellungen und achtete auch darauf. Es bestand eine enge Verbindung untereinander und auch die Gäste waren fast allen bekannt. Schon allein dadurch "richtete" man sich gegenseitig sehr auf die Wünsche und Bedürfnisse aus. Wie sich das Familienleben rund um die Individuen und dem was sie an Stärken, Schwächen und Eigenarten ausmacht, formiert, entsteht auch ein Unternehmen in dieser Phase rund um die handelnden Personen und von diesen wird es auch getragen. Jeder hat seine klare Rolle, es gibt feste Strukturen, Arbeitsweisen und Umgangsformen.
Nun hatte Frei-Tanz von Beginn an eine Besonderheit. Alle Helfer unterstützen das Projekt ehrenamtlich. Es gab einen immer wachsenden Stamm der aktiven Unterstützer, aber das hatte zur Folge, dass die beteiligten Personen von Abend zu Abend stark variierten. Einige waren näher an dem Projekt und dem Gründerpaar als andere, aber auch das war dem Wechsel unterlegen. Wissen musste so immer wieder neu aufgebaut werden und wenn das eine Mal an dem X nicht da war etwas neu eingeführt oder entschieden wurde, wusste er beim nächsten Mal nichts davon, was im Zweifelsfall dazu führte, dass er alles so machte, wie er es kannte, als er das letzte Mal da war. Das zeigte sich dann ganz praktisch in solchen Stilblüten der Arbeit, dass einer die Tische raus stellte und der andere sie wieder einklappte und rein stellte......Nun ja.
Dies beschleunigte auch eigentlich nur eine der typischen Schwellen oder "Krisen", der Entwicklung des Frei-Tanz "Unternehmens". Es brauchte eine andere Art in der sich die Abläufe und Strukturen gestalteten. Durch das Wachstum war klar: es geht nicht mehr so in diesen personenbezogenen Abläufe und Strukturen. Es braucht eine Beschreibung, die alle in etwa gleichermaßen in die Lage versetzt die Tätigkeiten auszuführen. Es wurde ebenfalls damit experimentiert, die Verantwortungen ein Stück zu verteilen. Alles mit den natürlichen Grenzen, die in der ehrenamtlichen Tätigkeit liegen. Nicht, dass der Frei-Tanz ein arbeitsteiliges Räderwerk würde, aber die Notwendigkeit, dass Dinge, die getan werden müssen auch unabhängig von bestimmten Personen ineinanderlaufen, steht ungeschrieben im Raum und erklärt vielleicht oben genannte Rückmeldung.
Die Stufen der Unternehmensentwicklung, auf die ich mich beziehe, stammen von F. Glasl und sind mit dieser Phase noch nicht abgeschlossen. Es folgen noch zwei weitere, mal sehen, was dies für den Frei-Tanz bedeuten mag.
Diese in erlebten Erfahrungen so zu strukturieren, wie ich es sonst in der professionellen Beratung meiner Kunden tue, finde ich wiederum sehr spannend. Der Unterschied liegt dabei in meiner eigenen (teils hohen) emotionalen Beteiligung. Sicherlich eine Erfahrung, die ich mit hinaus in meine Beratungstätigkeit nehmen kann.

Frei-Tanz Der ganz normale Wahnsinn Teil II

— geschrieben von isatra @ 07:59
warum macht man so ein Projekt?
Ursprünglich spielte dabei sicherlich auch mal eine plumpe Fehleinschätzung eine Rolle: "prima, da arbeitet man an dem Abend ein bisschen. Wenn alles aufgebaut ist, kann man selber tanzen, mit den Leuten sprechen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat und dann noch ein bisschen abbauen und gemütlich nach Hause ins Bett".
Die Realität sieht dann doch deutlich anders aus. Der Aufbau beginnt eigentlich schon immer am Freitag. Zwar nur mit einem Bruchteil, aber dennoch soviel Utensilien, die antransportiert und dankenswerter Weise schon untergestellt werden können, so dass am Samstag die vorhandenen Autos reichen. Wieviele das sind: inzwischen brauchen wir 4 - 5 ! Davon 2 Passats und zwei Packwunder Astras.
Dann der Aufbau am Samstag: 10Uhr Treff....super 9 Uhr aufstehen reicht, wird ja ein langer Tag! Pustekuchen, meist schon um kurz nach 6 Uhr raus und daheim alles zusammenpacken und aus dem kleinen Normalo-Kellerchen(dank K.s Organisationstalent passt alles rein) zu den Fahrzeugen schleppen. Das sind knapp 20 Klappkisten (voll), die 2 Anlagen bestehend aus 7 Boxen, Verstärker, 4 CD Player, allein vier Kisten nur mit Verlängerungskabeln und Steckdosen.
Gong und Paravant aus dem Wohnzimmer nicht vergessen, noch schnell einkaufen, damit alle die helfen was zu essen haben. Mist, doch wieder vergessen den Kaffee einzupacken, noch mal zurück, noch mal die Treppen...dann gibts heute einfach mal keinen Kaffee.
9.30 im Roncalli-Haus Schlüssel beim Pförtner abholen, alle Türen auf, "Wo sind den gleich wieder die Keile, um die Türen offen zu halten?"- "Hoffentlich haben die vom Roncalli-Haus dran gedacht auch die große Leiter rauszustellen und die Kühlschränke vorzukühlen"- "Die Vornutzer haben ihre 80 Stühlen stehen lassen, auch die Anzahl der Tische passt nicht, kleiner Zusatzjob" - "Oh je, nachher muss ich noch an die Kamera denken, damit wir ein paar neue Bilder für die Presse haben."
9.50 fertig und schon kommen die ersten Helfer...Lautes "Hallo" und schnelles "wie gehts denn" den Rest der Gespräche dann immer während des Arbeitens. Ein gemeinsames Kreis, in dem wir uns auf das vor uns Liegende konzentrieren, es uns im Ganzen vorstellen und das Resultat in Leichtigkeit visualisieren ..ab da läuft es dann, prima Stimmung. Autos ausräumen, die "Neuen" einweisen, auspacken, Deko und Technik im großen Saal und im Rondell aufbauen, parallel Küche einräumen, Kühlschränke beladen. 12 Uhr...wie die Zeit verfliegt. Nun wird es spannend: läuft die Technik? Nein, nicht auf Anhieb. Alle Fehler und Vorkommnisse, die man so haben kann, hatten wir doch schon,... aber nein, wir lernen durch Erleben ....
Blubb, der Verstärker macht keinen Muks mehr, Fein-Sicherung defekt ... oh je, welch ein Glück, es gibt einen Radiohändler, der hat so was, 1 Stück ein Euro, oh Mann, Preise wie auf dem Raritätenmarkt.
Also, wer geht los und holt das? Niemand mit dem Fahrrad da, also ein kleiner Fußmarsch. Erst danach kann man kleben....einige sprechen schon von Gaffa-Band-Allergie. Dieses besonders stabile Klebeband, das sofort zusammenbabbt inklusive der Finger, die man dazwischen hat, wenn man nicht total aufpasst. Also mühsam abgerissene Klebestreifen zusammenknäulen und wieder von vorne anfangen. Alles damit keiner unserer Gäste stolpert oder hängenbleibt, ..... verflixt mühselig. Allerdings eine prima Arbeit zu zweit, mit dem man mal eine längere Zeit zusammen schwätzen will.
Uff, schon nach 15Uhr, die Helferschar ist kleiner geworden, schnell alles abschließen, unter die Dusche, was Essen und noch mal eine kleine Ruhepause.
Dann wieder los. Mikroprobe, kurz den AufTAKT durchgehen, dann kommen schon die ersten Abendhelfer, ein lautes Hallo, wieder Einweisung, neue Einteilungen, weil x nicht kommen kann und und und und...... Dann auch schon den Sekt einschenken, die ersten Gäste kommen, die Hektik steigt, im Raum Lichter nachjustieren, Funktioniert die Anlage noch? Einlass, Stimmengeschwirre, der Gong zum AuftAKT.....30 Minuten eine andere Welt, in der Mitte des Raumes, im Ankommen und in dem was sich zeigen will....Immer wieder anders, vieles was sich entwickelt.....
medi-Tra-ja-Et öffnen. Nein, die Anlage spinnt, oh verflixt, warum gibt der Player die CD nicht wieder her .......
Am Ende wird alles gut. In beiden Räumen läuft die Musik, die Menschen tanzen. Ach je, nicht genug Klopapier bei den Frauen, Handtücher sind auch knapp. Wie war das mit dem Eintritt für Kinder?
Der Stadtdekan möchte den Verantwortlichen der Veranstaltung sprechen. Wieso kostet der Eintritt auch um 23 Uhr noch den vollen Preis. Der Korkenzieher ist abgebrochen. Wo ist das Spülmittel? Da hat sich jemand den Fuß umgeknickt, wo sind doch gleich die Kühlbeutel? Eines der Bändchen ist aufgegangen. Der eine CD-Player hängt.......
Zwischendrin mal ein schneller Tanz, nein geht nicht, nicht ganz schnell mußte noch geklärt werden, wer denn wo sein Auto hinstellen kann. Das Telefon: jemand hat seinen Schirm hängenlassen, ob er da ist und wo er denn abgeholt werden kann. Runter zum Pförtner. Prima, die frische Luft. Schnell zu den DJs, mal ein paar leisere Stücke, damit man die Klappen aufmachen kann, ohne dass die Nachbarn gleich mittanzen müssen. Die in unmittelbarer Nähe müssen nämlich Sonntag früh arbeiten ; ).
Sonntag Früh. Der Schlußkreis, gemeinsam in die Ruhe gehen. ...
Dann geht es wieder los. Alles wieder abbauen, alles, was an Deko in den Räumen ist, muss abgehängt, zusammengelegt, abgeräumt und verstaut, das Gaffa-Band wieder von den Leitungen entfernt werden. Die Lampen, die Gläser, die Blumen..einfach alles. In die Kisten, auf die Wagen, über den Aufzug (zum Glück!) in die Tiefgarage, zu den Autos.
2:15 Das Abnahmeprotokoll ist durchgegangen, die Fahrzeuge bis an den Rand beladen, Richtung nach Hause, aber noch lange nicht ins Bett. Alles ausladen und in den Keller stapeln. Am Ende der Kräfte gegen 4.30 auf der Couch....aufgedreht noch einen Schluck Sekt, fertig, Der Kopf schwirrt von Eindrücken. Der Körper schmerzt von der Anstrengung.
Um 8 dann doch wieder wach. Runter in den Keller, das Leergut zählen und wieder ins Auto packen zum Abgeben. Die Materialkisten durchgehen, so dass alles für den nächsten Einsatz passt. Abrechnung GEMA, Abendkasse, Getränke. Inzwischen ist es Mittag, kurz noch mal raus an die Luft, oder gleich schlafen? Morgen fängt die Woche wieder an.
Soweit dazu. Eigentlich reicht es schon, obgleich es nur ein kleiner Ausschnitt war. Aber es ist noch längst nicht alles. Von den zwei Stunden (pro Kopf) täglich (mindestens) zwischen den Veranstaltungen, Anfragen, ob den Raum nicht Mittags bis Abends noch eine andere Gruppe nutzen könnte wenn man eben gerade einen Buchführungfehler entdeckt hat und einzugrenzen sucht und ein guter Kunde eben mal schnell einen neues Konzept braucht ein anderes Mal.

Frei-Tanz-Wiesbaden.de, Gesundheit, Musik, Bewegung, Glück und Tanz

— geschrieben von isatra @ 18:28

Musik findet sich in allen Kulturen, Musik entsteht im Gehirn, Ohne Gedächtnis gäbe es keine Musik, Musik hilft gegen schlechte Gefühle. Gedankensplitter aus den Gedankenblitzen Goethes.

" Ich höre, also bin ich", so überschrieb J.E.Behrendt sein Buch

Seit Menschengedenken gibt es Musik. Menschen, Kultur und Musik sind untrennbar miteinander verbunden.

Meiner Mutter sei Dank kam ich in den Genuss musikalischer Früherziehung. Nicht besonders lange, aber es reichte aus, um meinem Leben einen entscheidenden Impuls zu geben. Ich sang im Schulchor und war die Einzige in der Familie, die Sonntags früh aufstand um in die Kirche zugehen: um im Kirchenchor zu singen. Oft sang ich alle mir bekannten Lieder lauthals aus dem Badezimmerfenster. Es waren nicht wenige und die Nachbarn waren sicher mehr und weniger erfreut. Singen machte mir Spaß und auch die Blockflöte. Da spielte dann aber die Kürze der Früherziehung eine Rolle. Ich hatte die kritische Phase für das absolute Gehör wohl doch nicht ganz auschgeschöfpt. Der hörbare Unterschied zwischen g und f (hoffentlich stimmt das?!) blieb mir verborgen und ich fand keinen echten Spaß mehr daran weiterzulernen.

Musik berührt uns in unserem Innersten. Jüngst schrieb mir eine Freundin dazu: ".....die Musik rührte an das Schönste meiner Seele. Es war der reine Grund auf dem ich war. Es gab nichts mehr, was im Weg war, keine Widerstände und Kämpfe des Egos..."Wie kommt es, dass Musik so wirkt? Wie gelingt es Melodien und Rhythmen so machtvoll auf unsere Gefühle und unser Sein zu wirken?

Neuere hinrphysiologische Untersuchungen haben gezeigt, das Musik den Mandelkern, unser Angstzentrum abschaltet, oder runterdimmt. Allein das Hören von Musik hilft gegen Stress. Was Stress mit Angst und dem Mandelkern zu tun hat? Ganz einfach: es ist unser Neandertalerprogramm für die Begegnung mit dem Säbelzahntiger. Das aktiviert den Mandelkern-->macht Angst--> Stress, schaltet die Herztätigkeit, den Blutdruck, die Muskelleistung hoch und im Gehirn auf die bewährten Verhaltensweisen: fliehe oder kämpfe! Hilfreich bei Säbelzahntigern, weniger in unserem heutigen Alltag.

Überdies wirkt Musik auf und in dem Belohnungszentrum unseres Gehirns. Besonders, wenn sie neben vertrautem auch neues beinhaltet aktiviert sie es. So brauchen wir nicht mehr Schokolade um uns zu belohnen, wiel wir nicht mehr Rauchen oder zu Trinken ; )

Musik entsteht erst im Gehirn. Was wir genau hören ist damit auch individuell unterschiedlich. Es ist von unseren Erfahrungen abhängig. Dennoch gibt es auch Forschungsergebnisse, die besagen, dass (besonders Klassik) ganz grundlegende Emotionen, wie Freude, Trauer, Ärger oder Ruhe und Ausgeglichenheit hervorrrufen. Wir nehmen also musikalische Emotionen unabhängig vom musikalischen Erfahrungsschätz recht ähnlich und über längere Zeiträume hinweg konsistent wahr. Um welche dieser Emotionen es sich handelt ist abhängig vom Tongeschlecht (dur oder moll) und der Geschwindigkeit. Dur, schnell oder langsam ist für die uns angenehm erscheinenden Gefühle zuständig.

Musik aktiviert die Hirnbereiche, die für Emotionen zuständig sind. Musik hat die Macht uns glücklich zu machen. Besonders, wenn sie mit Bewegung und Gemeinschaft gekoppelt ist. Eine weit verbreitete Hypothese sagt, dass die ureigentlichste Bedeutung von Musik darin bestand, dan sozialen Zusammenhalt innerhalb von Gruppenzu fördern. Auch in der aktuellen Glücksforschung erkennt man die Bedeutung von Musik, Tanz und Gemeinschaft. Dazu gibt es einen ganz interessanten Beitrg im BBC über ein kleines Dorf in England, das wöchentlich miteinander tantzte und nicht nur glücklich, sondern auch besonders kreativ und produktiv wurde. (Dazu vielleicht mal in einem späteren Blog). Glück ist (ab einer bestimmten Grenze) unabhängig vom Bruttosozialprodukt, zum Glück!

Zum Frei-Tanz-Wiesbaden Projekt bin ich gekommen, wie die Mutter zum Kind: durch einen Mann. Und erst nach und nach entdecke ich den vollen Wert dieses Projektes. Dazu auch meine Gedanken in diesmen dem Blog. So begegnete ich auch meinem kleinenen singenden Mädchen wieder. Heute bin ich das nicht mehr, heute "weiß ich, wie es geht", dannoch wird sie mich sicher begleiten, wenn daran arbeite Räume zu schaffen, die dies ermöglichen.


Frei-Tanz-Wiesbaden rauchfrei 28.10.2006

— geschrieben von isatra @ 19:23

der ganz normal Wahnsinn...oder doch nicht?

diesmal ein Frei-Tanz ohne viele Extras. Duo Farfalle erfreuen uns mit Ihrem Herbstprogramm, Bernhard wird den AufTAKT am Piano begleiten und den Wind dazu habe ich auch schon ausgesucht. Die Helfer werden sich schon melden, war bislang immer so...in Rheinland-Pfallz sind bis gestern Ferien gewesen...wird schon.

Dennoch: der Stressspiegel steigt und ich kann im wahren Leben den Umgang damit immer wieder neu erproben. Himmel und Hölle? Himmel und Hölle! In jedem Augenblcik entscheiden wir selber darüber was für uns die Realität ist.

Raum den wir öffnen dürfen für so viele Menschen, deren Tänze, Erleben und Begegnungen und gleichzeitig nicht nur einfach viel zu tun . Über 60 telefonische Benachrichtigungen (und an die 30 briefliche, neben dem aktuellen newsletter und den Pressemitteilungen) die alle auch gemacht sein wollen. Nicht falsch verstehen: die Telefonate sind eigentlich ohne Ausnahme sehr schön. Freude kommt an, Erstaunen über die persönliche Benachrichtigung, immer wieder auch schöne Gespräche über die ganz persönlich Bedeutung, die Frei-Tanz für diese Person oder zu diesem Zeitpunkt des Lebens hat und manchmal auch ganz einfach ein lockeres Gespräch über die Themen des Lebens und das Wetter.

Aber auch die andere Seite des Seins begegnen einem: Wünsche, Enttäuschungen, Rückzüge, Unklarheiten, Mißverständnisse, Konflikte ........ Auch dies wird wieder den Abend bestimmen. Zuhören, vermitteln, erklären, werben, kümmern. Manchmal wünche ich mir weniger davon. Aber darf ich das erwarten? Sind wir alle / bin ich selber an der Stelle, dass wenn mir die Musik zu laut ist ich meine eigene Lösung suche wie Ohrenstöpsel, die Mitte des Raumes, den kleinen Raum in lauten Phasen im großen oder vielleicht noch was ganz anderes? Wie gehe ich selber damit um, wenn die Musik die gespielt wird mich nicht zum Tanze bringt? Ehrlich gesagt ganz genauso: ich will es im Aussen verändern. Spricht ja erst mal auch nichts dagegen. Gleichzeitig kenne ich auch die Situationen in denen die Lautsärke keine Rolle spielte, weil ich so im Tanz versunken bin, so in der Intensität meiner Bewegungen, dass es das Laute der Musik brauchte, damit ich sie hören konnte. Oder die Situationen bei Festen (vornehmlich in Italien) bei denen Musik gespielt wurde, die ich wedre kannte noch dass sie mich wirklich ansprach und: ich tanzte den ganzen Abend und fühlte mich wunderbar. So nehme ich es in dieser Perspektive mich im Aussen zu spiegeln und vielleicht gelingt es mir ja auch die Perspektive nach innen zu öffnen, etwas von dem von mir Erlebten auszustrahlen und die Freiheit spürbar, annehmbar und übernehmbar werden zu lasssen, die sich einstellte in den Situationen oben. Freiheit, alles ist schon da, alles ist so wie es ist genau richtig und wie auch immer man es benennnen mag.


Die Anfänge....

— geschrieben von freitanz @ 21:50

....dieser Blogidee liegen im frühen heutigen Morgen. Wieder einmal ging es um die Frage: wie ist das alles zu schaffen? Melden sich noch genügend Helfer? Können wir uns das eigentlich immer "leisten" oft bis zum letzten Tag nicht zu wissen, wie es klappen kann, oder sogar am Tag der Veranstaltung noch mit "Neuerungen" konfrontiert zu sein, die Vieles das Geregelt schien wieder in Frage stellen.

Nicht zum ersten Mal dsikutierten wir also auch den Ansatz der "bezahlten Helfer", wie immer mit der Hoffnung verbunden, dann ein weinig mehr Planungssicherheit zu haben. Daß dies nicht zwangsläufig so sein muß, kommt als Erkenntnis dann immer im nächsten Schritt, ebenso die Frage: wie wird es für diejenigen sein, die ehrenamtlich helfen? Kann es überhaupt diese Mischung geben? Auch löst es nicht wirklich die Notwendigkeit viele Helfer zu brauchen. Und wieviele bezahlte Helfer kann sich der Frei-Tanz leisten?

Unlösbar scheinende, immer wiederkehrende Fragen. Manigfaltig die Antworten und vielleicht etwas, was sich bald bei Frei-Tanz ankündigen wird. Vorher dieser Blog, auch als Möglichkeit des Mitdiskutierens, des Öffnenens unserer Gedanken (aber auch vielleicht unserer Nöte) einer breiteren Öffentlichkeit gegenüber.


Herzlichen Glückwunsch!

— geschrieben von freitanz @ 21:35
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